Lehrstuhl Svenja Goltermann

Lehre und Forschung

Aktuelle Themen in Lehre und Forschung sind die Geschichte des internationalen Humanitarismus und des humanitären Völkerrechts, Kulturgeschichte von Krieg und Gewalt, Spanische Geschichte des 20. Jahrhunderts, Geschichte der Katastrophenwahrnehmung, Geschichte des Wissens, Wissenschaftsgeschichte und Theorie des kulturellen Transfers.

 

Neuerscheinungen

goltermann opfer

Wer gilt wann und warum als Opfer von Krieg und Gewalt? Die Historikerin Svenja Goltermann schaltet sich in eine aktuelle Debatte ein und wendet sich gegen ein überzeitliches, essentialistisches Verständnis von "Opfer". In einem fulminanten Durchgang durch zwei Jahrhunderte gibt sie neue Antworten auf die Frage, warum es für Menschen in der Moderne zunehmend plausibel wurde, sich selber oder andere als passives Opfer zu beschreiben.
Weder die Weltkriege noch der Holocaust mit der hohen Zahl an Toten und Verletzten waren für diese Entwicklung ursächlich. Vielmehr hat vor allem neues Wissen in der Medizin und im Recht die Wahrnehmung und Deutung von Tod und Leiden, von legitimer und illegitimer Gewalt verändert. Erst das Konzept vom psychischen Trauma aber machte die Rede vom Opfer im ausgehenden 20. Jahrhundert populär. Heute nimmt die Debatte eine weitere Wende, die Kritik an der Opferzuschreibung wird wieder grundsätzlich. Svenja Goltermann legt einen wichtigen Essay zur richtigen Zeit vor, der sich trotz der ambivalenten Geschichte des Opfers gegen dessen heutige Diskreditierung wendet.
Auslieferung: 23. November.

 

plattform geschichte gegenwart

           

                          

                        

zgw 2017 fs

Wallstein Verlag

 

  University of Michigan Press

Veranstaltungen

Plattform Geschichte der Gegenwart               Zentrum Geschichte des Wissens
HS 2017 (PDF, 535 KB)   HS 2017 (PDF, 71 KB)
plattform geschichte gegenwart

 

 
zentrum geschichte des wissens hs 2016